Angelika Eck

Paarbeziehungen sind etwas Einzigartiges und werden vermutlich nie aufhören, mich zu faszinieren. Obwohl heutzutage alles möglich ist, wünschen sich die meisten Menschen genau das: Eine möglichst dauerhafte und erfüllende Liebesbeziehung mit einem Partner. Dies zu erreichen, ist alles andere als selbstverständlich. Paare haben viele Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehören Lebensereignisse und Aufgaben in beruflichen Rollen, als Eltern oder als Kinder alter Eltern. Stress von außen wirkt sich auf das Miteinander aus. Partner entwickeln sich und müssen sich immer wieder neu aufeinander einstellen. Wenn das gelingt, ist die Paarbeziehung der beste Ort überhaupt für Entwicklung und persönliches Wachstum.

 

Veränderungen gehören unvermeidlich zum Leben jedes Paares. Ohne sie ist Entwicklung undenkbar. Dass eine Veränderung ansteht, wird manchmal erst durch eine Krise spürbar. Dann ist es normal, nicht immer schon zu wissen, wie genau es weitergehen soll. Wenn dieser Zustand des Übergangs von etwas Bekanntem, das nicht mehr funktioniert, in etwas Neues, noch Unbekanntes, zu lange anhält oder schwierig auszuhalten ist, kann es sinnvoll sein, sich professionell beraten und begleiten zu lassen.

 

Probleme in Partnerschaften können verschiedene Ebenen betreffen. Häufig leiden Partner darunter, dass sie ihre Verständigung als beeinträchtigt erleben: Sie lassen viel Energie in wiederkehrendem Streit, ohne dass dieser zu einem guten Ergebnis führt. Mit der Zeit fühlt sich das so schrecklich an, dass das persönliche Wohlbefinden massiv darunter leiden kann. Ebenso ungut kann es sich anfühlen, wenn kaum noch ein Gespräch stattfindet oder die innere Verbundenheit mit dem Partner einem Gefühl der Entfremdung gewichen ist. Ereignisse aus der Vergangenheit, die nicht gut bewältigt wurden, können als Altlasten die positive Entwicklung der Partnerschaft behindern. 

Unterschiede, die zu Beginn der Beziehung vielleicht noch als ergänzend und belebend wahrgenommen wurden, werden heute vielleicht als untragbar erlebt und beim Anderen bekämpft. Dabei wird die Verantwortung meistens beim Partner gesehen und die eigenen Einflussmöglichkeiten werden unterschätzt. Partner verändern sich natürlich über die Zeit. Das kann bereichern, aber auch ängstigen. Ereignisse im beruflichen oder familiären Umfeld, eigene Krankheiten, unverfüllter Kinderwunsch, Sorgen mit Kindern oder existenzielle Nöte können nicht immer leicht partnerschaftlich aufgefangen werden. Bei allem gilt: Entscheidend nicht das Problem, sondern wie Sie als Paar damit umgehen. Und genau bei der Frage, wie Sie besser mit sich selbst, mit dem Anderen und gemeinsam mit den Herausforderungen des Lebens umgehen können, setzt die Paartherapie an. Nicht immer ist es möglich, als Paar weiter zu gehen. Dann geht es darum, mit der Trennung als Möglichkeit umzugehen und das Auseinandergehen verantwortungsvoll zu gestalten.

 

Falls Sie aktuell nicht in einer Partnerschaft leben und mit diesem Zustand unglücklich sind, können im Rahmen einer Einzelberatung zu Beziehungsfragen wichtige Themen erörtert werden, z.B.: Was Sie aus früheren Beziehungen für Erfahrungen und Erwartungen mitbringen. Wie Sie Ihre Beziehungsfähigkeit stärken und sich selbst bei der Partnerwahl vertrauen können.

 

Der Therapieprozess orientiert sich an Ihren genauen Anliegen und kann sehr unterschiedlich verlaufen. Er kann sehr kurz dauern oder in eine längere Begleitung münden und sowohl Paarsitzungen als auch Einzeltermine umfassen. In jedem Fall unterstützt die Therapie eine Unterbrechung der Routinen und Muster, die das Problem verfestigen. Sie hilft Ihnen, Ihre Situation besser zu verstehen, an Ihre individuellen und partnerschaftlichen Stärken anzuknüpfen, Neues zu erfahren und auszuprobieren.